Pressemitteilungen
  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet – Widerruf eines gemeinschaftlichen Testaments

    Ehepaare regeln ihren Nachlass häufig durch die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. Insbesondere im Fall der Trennung der Eheleute oder bei sonstigen Strei-tigkeiten in der Familie kommt allerdings die Frage auf, ob die Ehegatten an das ge-meinschaftliche Testament gebunden sind oder sich einseitig davon lösen können. Für einen wirksamen Widerruf sind dabei besondere Anforderungen zu beachten. Ande-renfalls droht den Beteiligten die sogenannte „Bindungsfalle“. (...)
    [April 2018]
  • Deine, meine, unsere Kinder - Nachlassplanung in der Patchwork-Familie

    Patchwork ist nicht nur auf dem Sofa individuell. Beziehungen sind heutzutage bunter als noch vor wenigen Jahrzehnten. Immer häufiger gehen Partner, die gemeinsame Kinder haben, getrennte Wege. Nicht selten finden sie neue Lebensgefährten, die ebenfalls Kinder aus einer früheren Beziehung mitbringen. Gegebenenfalls wird das Patchwork noch durch weitere, gemeinsame Kinder bereichert. So aufregend diese Beziehungsgeflechte sind, so komplex sind die Herausforderungen für die Beteiligten, gerade in puncto Nachlassplanung. (...)
    [Februar 2018]
  • Brexit und Briefkastengesellschaften – Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten

    Zahlreiche in Deutschland tätige Unternehmen weisen eine englische Rechtsform auf. Insbesondere die Limited Company, die sich vor der Einführung der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) im Jahr 2008 aufgrund ihres geringen Kapitalbedarfs auch bei deutschen Unternehmern einer gewissen Beliebtheit erfreute, gibt es nach wie vor zuhauf. Bei einem „harten Brexit“ könnten sich diese Gesellschaften nicht mehr auf die europäische Niederlassungsfreiheit berufen. Dies hätte den Verlust der Haftungsbeschränkung zur Folge und würde auch die Wirksamkeit neu abgeschlossener Geschäfte in Frage stellen. Betroffene Unternehmen sollten daher die verbleibenden Monate bis zum Brexit nutzen, um sich rechtzeitig beraten zu lassen und gegebenenfalls in eine deutsche Rechtsform zu wechseln. (...)
    [Januar 2018]
  • Dr. Marius Kohler neuer Präsident des Rats der Notariate der Europäischen Union

    Berlin, 22. Januar 2018 – Der hamburgische Notar Dr. Marius Kohler hat am 19. Januar 2018 die Leitung des Rats der Notariate der Europäischen Union übernommen. Auch Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas nahm an der feierlichen Amtsübergabe teil und würdigte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Notarinnen und Notare für Rechtssicherheit und Verbraucherschutz, die auch im Rahmen einer Weiterentwicklung des elektronischen Rechtsverkehrs erhalten bleiben müsste. (...)
    [Januar 2018]
  • Update zur Baubeschreibung bei Bauträgerverträgen

    Ab 1. Januar 2018 gelten neue gesetzliche Vorgaben für Bauträgerverträge von Verbrauchern. Die Baubeschreibung, die die wesentlichen Eigenschaften der neu zu errichtenden Wohnung oder des Hauses enthält, erhält einen gesetzlichen Mindestumfang. Ist sie unvollständig oder unklar, können Werbeaussagen und Prospekte herangezogen werden. Das Risiko von verbleibenden Zweifeln trägt der Bauträger. (...)
    [Oktober 2017]
Alle MeLDungen
Berufsziel Notarfachangestellte/r

Qualifizierte Mitarbeiter arbeiten mit der Notarin / dem Notar in einem Team – die Notarfachangestellten. Die Tätigkeit ist gekennzeichnet durch viel Kontakt mit Menschen, familienfreundlichen Büroarbeitszeiten sowie sehr guten Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten.

 

Die Tätigkeit als Notarfachangestellte/r

Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch, denn die Notare und ihre Fachangestellten sind tagtäglich mit wichtigen Geschäften befasst, die für viele Klienten einen entscheidenden Schritt in ihrem Leben bedeuten - wie der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung, die Gründung eines Unternehmens, der Abschluss eines Ehevertrages oder die Errichtung eines Testamentes. 

 

Das richtige Gespür für den Umgang mit Menschen, Verständnis für deren Anliegen und Sorgen und die Bereitschaft, rechtliche Vorgänge zu erläutern, sind tägliche Herausforderungen für die Fachangestellten. Gleichzeitig ist die Vertraulichkeit der Angelegenheiten zu beachten. Notarfachangestellte stehen in direktem Kontakt mit den Klienten. Sie führen Telefongespräche, entwerfen Briefe und bereiten – nach entsprechender Qualifikation – auch Verträge vor. Bei der Abwicklung der Verträge wenden sie sich an Behörden, Grundbuchämter, Handelsregister und Nachlassgerichte. Dabei bedienen sie sich moderner Technik; Computer und spezielle Software sowie das Internet erleichtern die Arbeit.

 

Kurzum: Bei Notaren sind echte Allrounder gefragt.


Informationen zur Tätigkeit als Notarfachangestellte/r sinden Sie auch unter www.genau-mein-ding.net.

 

Erforderliche Qualifikationen

Für den Beruf der/des Notarfachangestellten bestehen keine besonderen schulischen Zugangsvoraussetzungen. Wichtiger als der Schulabschluss sind Ihre persönliche Motivation und die Bereitschaft, sorgfältig, genau und selbständig zu arbeiten. Da im Mittelpunkt der Tätigkeit der tägliche Umgang mit Klienten steht, ist Freude am Umgang mit Menschen besonders wichtig. Zudem stellt die Gestaltung von Verträgen hohe Anforderungen an Ihren Umgang mit der deutschen Sprache.

 

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung wird in den Kanzleien der Notare als betriebliche Ausbildung mit begleitendem Besuch der Berufsschule durchgeführt und dauert in der Regel drei Jahre. Die nächstegelegenen Berufsschulen finden sich in Koblenz, Mainz und Trier. Freie Ausbildungsplätze finden Sie hier.

 

Im ersten Jahr lernen die Auszubildenden vor allem die Grundsätze der Büropraxis, Büroorganisation und der Rechtsordnung kennen. Im zweiten und dritten Jahr steht zum einen die Mitarbeit bei der Vorbereitung von Beurkundungen aus verschiedenen Rechtsgebieten (z. B. bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht) im Vordergrund. Daneben arbeiten die Auszubildenden beim Führen der Bücher des Notars sowie bei der Abwicklung von Grundstücksangelegenheiten mit. Den genauen Inhalt der Ausbildung können Sie dem Ausbildungsrahmenplan (Anlage zu § 3 ReNoPatAusbV) entnehmen.

 

Nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres, jedoch nicht später als 18 Monate nach Ausbildungsbeginn, wird von der Notarkammer Koblenz eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes durchgeführt. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Abschlussprüfung. Im Rahmen der Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil besteht, werden praxisbezogene Fälle und Aufgaben gestellt. Das Formular für die Anmeldung zur Abschlussprüfung finden Sie hier.

 

Nach Abschluss der Ausbildung sind Notarfachangestellte als qualifizierte Sachbearbeiter/in verantwortlich tätig. Auch in Wirtschaft und Verwaltung, bei Banken und im Immobiliengewerbe sind Notarfachangestellte begehrt. Notarfachangestellte genießen wegen ihrer fachlichen und menschlichen Kompetenzen Anerkennung über die Grenzen des Berufsstands hinaus. Sie sind auch bei vielen anderen Arbeitgebern, wie Banken oder Versicherungen und Rechtsanwälten sehr beliebt. Da Notarfachangestellte dementsprechend sehr gesucht sind, braucht man nach der Ausbildung als Notarfachangesteller keine Sorgen zu haben, einen Arbeitsplatz zu finden.

 

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

Nach erfolgter Ausbildung zur/zum Notarfachangestellten wird im Laufe des Berufslebens die Fortbildung immer wichtiger, um mit den rechtlichen Änderungen Schritt halten zu können. Erfahrene Notarfachangestellte sind unentbehrliche Mitarbeiter eines jeden Notars, um die von der rechtsuchenden Bevölkerung gewünschten Beurkundungen zuverlässig, schnell und kompetent vorzubereiten und abzuwickeln. Mit zunehmender Erfahrung und Weiterbildung wachsen Verantwortung und Eigenständigkeit in der Berufsausübung. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Vergütung

Die Vergütung des /der Notarfachangestellten wird individuell mit dem Notar/der Notarin ausgehandelt. Die Notarkammer Koblenz gibt lediglich für die Zeit der Ausbildung regelmäßig angepasste Vergütungsempfehlungen an die Hand. Diese liegen im Jahr 2014 im ersten Lehrjahr bei 600-700, im zweiten bei 700-800 und im dritten Lehrjahr bei 800-900 EUR. Generell lässt sich sagen, dass die Verdienstmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Büroausbildungsberufen gerade nach absolvierter Fort- und Weiterbildung ausgezeichnet sind. Es gibt kaum einen anderen Ausbildungsberuf, der solche Möglichkeiten eröffnet wie der des Notarfachangestellten.

DOKUMENTE ZUM THEMA
Ausbildungsflyer
Ausbildungsflyer (2 MB)
Anmeldung zur Abschlussprüfung
Anmeldeformular zur Abschlussprüfung für Notarfachangestellte (95 KB)
Ausbildungsrahmenplan für Notarfachangestellte
Auszug aus der Anlage zu § 3 ReNoPatAusbV (707 KB)